30
Dez
2005

Vor Gericht

Sparte: Humor

Verteidiger:

"Herr Rechtsanwalt, mein Mandant wurde in allen 18 vorhergehenden Prozessen stets freigesprochen! Man kann also durchaus sagen, daß er ein unbescholtener Bürger ist!"



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Die letzte Schicht

Sparte: Erzgebirge & Umgebung

Häuersteiggeschichten
"Erzgebirgische Häuersteiggeschichten"

Herausgeber: Erzgebirgsverein Schwarzenberg

Der "Häuersteig" kündet vom Wegerecht der Bergleute: Die "Häuer" (Hauer, Schachtarbeiter usw.) hatten das Recht, den kürzesten Weg von ihrem Heim zur Kaue (Schachtanlage) einzuschlagen - und keiner, dessen Grund sie dabei überschritten, durfte sie daran hindern!

In diesem Büchlein, welches ich u.a. zu Weihnachten geschenkt bekam, werden viele "Häuersteig-Geschichten" erzählt, wie sie mündlich an langen Winterabenden oder bei ähnlichen Gelegenheiten überliefert wurden.

Passend zur heutigen Zeit (4,7 Mio Arbeitslose, Jahresende) habe ich eine kurze Geschichte ausgewählt, um Euch auf dieses Buch aufmerksam zu machen. Die Geschichte "Die letzte Schicht" erzählt vom Ende (dem "Auflassen") einer kleinen Zeche hier bei uns...




"Der Bergverwalter tritt unter die Tür der kleinen Kaue. Glückauf, Leute! so grüßt er mit seiner hellen, fröhlichen Stimme. Gelick auf, Harr Bargverwaller! grüßen die Häuer zurück.

Es sieht ganz aufgeräumt aus im Kauenraum. An der Tür, an der noch ein Zweiglein Birke hängt - längst verdorrt -, liegen die Rucksäcke der Mannschaft bereit zum Aufhucken. Der alte wacklige Ofen, an dem sie Monat um Monat ihren Kaffee wärmten, ist eingerissen. Das Fensterchen, durch das Frühling, Sommer, Herbst und Winter in buntem Wechsel blickten, ist mit dicken Schwarten verschalt. An der Kauentür hängt ein mächtiges Vorhängeschloß fertig zum Einschnappen.

Habt ihr die Pulverkammer ausgeleert? Jawuhl Harr Bargverwaller! Habt ihr alle Fahrten ausgehängt und die Bühnen weggenommen? Jawuhl, Harr Bargverwaller! Dann setzt noch als letztes die Tür zum Füllort mit Wänden zu.

Die Bergleute machen sich an diesen letzten Befehl. Die Zeche ist aufgelassen. Seit Wochen schon wissen sie es. Heut ist letzte Schicht. Heut sind sie zum letzten Mal zur kleinen Kaue heraufgestiegen, die da auf freiem Feld auf der frisch aufgeworfenen Halde steht, windzerzaust, sonnendurchglüht, von Frost und Schneegestöber geschüttelt, je nachdem, wie es die Jahreszeit gab.

Immer aber haben sie hier fröhlich gescharwerkt, gekarrt, gebohrt, gevespert, dischkeriert, geflucht und gebetet. Damit hat es ein Ende. Nun wird der alte Fuchs, der sich manchmal bei ihnen zu Gaste lud, vergeblich nach Brotrinden suchen. Die Zeche ist aufgelassen. Wer weiß, ob sie je wieder ins Feld schlägt.

Der Bergverwalter hält die letzte Musterung. Da ist noch eine Erzstufe, die er mitnehmen heißt. Dort wird noch eine verbeulte Blende vom Nagel genommen. Ein Fäustel, ein Bergeisen scheint des Abtransports wert. Dann greift der Bergverwalter nach den Schlüsseln, die Bergleute nehmen ihre Säcklein zur Hand und schultern sie. Die Tür der Kaue wird zugemacht. Das Schloß schnappt ein.

Hinter dem schwarzen Riegel der Morgenleithe drüben im Westen geht die Sonne unter. Ein Wetterbaum streckt sich über den Himmel, im tiefsten Balu schwimmend, mit goldglänzenden Rändern. An der haushohen dunkelgrünen Wand der Fichten hängt das Abendrot in blaßroten Schleiern. Ein Taubenschwarm streicht mit raschem Flügelschlage heim.

Schweigend sappen die Häuer hintereinander das Häuersteiglein zu Tal. Für heut und vielleicht für alle Ewigkeit: Letzte Schicht!"


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Feiertagsfrieden

Sparte: Recht & Ordnung

Ich kann mich daran erinnern, daß es vor einiger Zeit üblich war, den sogenannten "Feiertagsfrieden" einzuhalten...

Auf gut deutsch: Ab dem 23. Dezember ruhten alle Mahn- und Bußgeldbescheide, die Gerichtsvollzieher hatten frei und das ganze dauerte an bis zu "Hoh' Neujahr", dem 06.01. In der letzten Zeit dann wurde die Spanne verkürzt auf den 02.01., aber die Weihnachtszeit und die Zwischentage waren wirklich "Tage der Ruhe und Besinnung", in denen man mal nicht an die Schuldenlast usw. denken mußte... (Gut, auch an diesen Tagen wurden und werden Parksünder mit Knöllchen bedacht und Fahrer mit Restblut im Alkohol aus dem Verkehr gezogen - zumindest letzteres begrüße ich!)

Doch nun halte ich den Beweis in den Händen, daß auch an den Zwischentagen vollstreckt werden kann:

Auf Grund eines Rechtsstreites, der sich schon ... hinzieht, habe ich Gerichtskostenbeihilfe beantragen müssen und auch bekommen. Auf Grund der ganzen Hudelei mit dem Rentenbescheid (Ihr erinnert Euch noch an das Heck-Meck, damals auf 20*** hatte es u.a. Eure kräftige Hilfe zur Folge, für die ich Euch immer noch zutiefst dankbar bin!) hat irgendein Sachbearbeiter mein Einkommen geschätzt und mir nun mitgeteilt, daß ich die Prozeßkostenbeihilfe zurückzahlen muß, daß ich mit drei Raten im Verzug bin und deshalb blablabla bis zur Androhung gerichtlicher Zwangsmaßnahmen.

So ein Schreiben hebt doch die Stimmung ganz unwahrscheinlich an - vor allem, da es maschinell erstellt wurde und z.Zt. niemand in der Justizkasse zu erreichen ist, um das vor dem 01.01.2006 (!) noch zu klären...

Man sieht, es ändert sich eben alles...


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Kalorien

Sparte: Humor

Was sind eigentlich KALORIEN ?

Kalorien sind diese kleinen, lichtscheuen Tierchen, die im Kleiderschrank wohnen und dort heimlich Hosen und Hemden enger nähen...



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Kalender

Sparte: Humor

Wie in jedem Jahr kauft man sich zum Jahresende, spätestens gleich Anfang des neuen Jahrs, mindestens einen neuen Kalender: Taschenkalender, Wochenplaner, wie auch immer. Wandkalender gibt es oft von Sparkassen und Apotheken umsonst, allerdings gibt es auch da schöne Kalender, für die man doch ein paar Euronen legen muß, wie zum Beispiel für den Erzgebirgskalender oder die limitierte Auflage der Kalender des Nachtpoeten oder von M.C. Escher.

Immer wieder beliebt ist auch der Abreißkalender in seinen unterschiedlichen Ausführungen als Tages-, Wochen- oder Monatsabreißkalender.

Nun erhebt sich die Frage: Wohin mit alten bzw. überzähligen Kalendern?

Otto Reuther gibt in seinem Couplet "Ick wundre mir über jar nischt mehr!" einen kleinen Tipp:

"... Nen alten Abreißkalender gab ich weg.
Ein Freund wollte ihn für nen ganz besonderen Zweck!
Er kam auch Tag für Tag mit 'm Datum aus -
bloß in der Obstzeit,
da mußt'er öfter raus!
Und Anfang Aujust sacht "Prost Neujahr!" er!

Ich wundre mir über jar nischt mehr!..."


In diesem Sinne...



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Meine kleine Welt

"Der zweite Aufguß"

Der zweite Start ins Bloggerleben...

Überwachung? Nein Danke!



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